Endometriose

Bei dieser gutartigen, aber chronischen Erkrankung wächst Gebärmutterschleimhaut an Stellen außerhalb der Gebärmutter und löst dort – analog zum Menstruationszyklus – Blutungen aus. Endometriose tritt häufig an der äußeren Gebärmutterwand, an Eierstöcken, Bauchfell, selten auch an Darm oder Blase auf. In vielen Fällen ist die Erkrankung der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Symptome oft unspezifisch

Starke, krampfartige Schmerzen während der Menstruation ("Dysmenorrhoe"), verstärkte oder überlange Blutungen, Schmerzen in Bauch und Rücken, beim Geschlechtsverkehr, beim Harnlassen oder auch beim Stuhlgang ("Dyschezie"): Die Symptome der Endometriose sind ebenso vielfältig wie unspezifisch oder werden von den Betroffenen als "normal" angesehen. Dadurch wird die Erkrankung oft erst spät erkannt – zwischen den ersten Symptomen und einer Diagnose können durchaus mehrere Jahre vergehen.

Meist operative Behandlung nötig

Für den Experten lässt sich eine Diagnose der Erkrankung meist rasch stellen. Ein Verdacht ergibt sich oft schon aus der Beschreibung, wann und wie die Schmerzen auftreten, sowie durch eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall. Der endgültige Nachweis von Endometriose und die Einteilung in eine der vier Stadien erfolgt dann mittels Laparaskopie ("Bauchspiegelung").

Zur Linderung der Symptome der Endometriose kommt neben einer Hormontherapie auch eine Schmerztherapie in Frage. Tatsächliche Abhilfe schafft jedoch meist nur ein operativer Eingriff. Ziel der Behandlung ist es, einerseits die Schmerzen zu beseitigen und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Für sehr viele Frauen steht jedoch auch die Erfüllung des Kinderwunsches im Vordergrund – dies ist nur durch eine Operation möglich. Dabei handelt es sich meist um komplexe, minimal invasive Eingriffe, die – je nachdem, welche Organe betroffen sind – spezielles Wissen erfordern. Ziel ist es, möglichst alle Endometrioseherde zu entfernen oder (z. B. mit Hitze) zu zerstören.

 

 

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"Das unbekannte Frauenleiden"
Artikel aus dem Vinzenz Magazin 02/2017