Inkontinenz

Unfreiwilliger Harnverlust ist noch immer ein Tabuthema – mit massiven Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen. Mittlerweile gibt es jedoch viele Möglichkeiten, um Inkontinenz wirksam zu behandeln.

Am Beginn jeder Behandlung steht eine gründliche Abklärung der Beschwerden. Dafür empfehlen wir einen Besuch in unserer urogynäkologischen Ambulanz. Mit Hilfe von Ultraschall, einer Messung des Blasendrucks ("Urodynamik") oder auch einer Blasenspiegelung ("Zystoskopie") lässt sich die Ursache von unfreiwilligem Harnverlust meist rasch finden. Anschließend wird, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Patientin, eine geeignete Therapie erarbeitet.

Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten zählen:

  • Beckenbodentraining
  • Physiotherapie
  • Elektrostimulation der Beckenbodenmuskulatur
  • Einnahme gut verträglicher Medikamente

Reichen konservative Maßnahmen nicht aus, bieten wir moderne und schonende Operationsverfahren wie die TVT-Operation  ("Bändchen-OP") an. Dabei wird ein Kunststoffband unter der weiblichen Harnröhre eingelegt und unterstützt diese bei Belastungen wie Husten, Niesen, Lachen, hüpfen, Laufen etc. Ebenfalls bewährt hat sich die – offen oder laparoskopisch durchgeführte – Blasenhebung nach Burch.

Prävention
Um Beschwerden in Zusammenhang mit dem Beckenboden vorzubeugen, empfehlen wir regelmäßiges Beckenbodentraining. Das Kurszentrum am St. Josef Krankenhaus Wien bietet dafür spezielle Kurse an. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sjk-wien.at/gz oder +43 1 878 44 - 9510.