Informierte Zustimmung

Die informierte Zustimmung – engl. "informed consent" – ist ein wichtiges Element der Pflegeethik und des Behandlungsrechts in den Gesundheitsberufen. Die informierte Zustimmung besteht aus zwei Elementen und ist die Voraussetzung für das Tätigwerden der Profession am Patienten:

Umfassende Information und Aufklärung
Darunter verstehen wir die umfassende Information und Aufklärung über die geplante Handlung und die damit verbundenen Interventionen, deren Ablauf, das erwartete Verhalten der Patientinnen und Patienten und die zu erwartenden Effekte (sowohl erwünschte wie auch unerwünschte Nebeneffekte).

Einverstanden sein
Für uns bedeutet dies die aufgrund der umfassenden Aufklärung erteilte Zustimmung zur Handlung. Dabei ist es grundsätzlich unerheblich, ob das Einverständnis schriftlich oder mündlich erfolgt.

Begründetes Tun
Begründetes Tun bedeutet, dass sich das Handeln an Grundlagen orientiert, die den wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Es ist die sinnvolle Einbeziehung der gegenwärtig besten wissenschaftlichen Belege ("evidence based"). Begründetes Tun umfasst folgende drei Aspekte:

Auswahl der am besten geeigneten Methode
Im Rahmen des pflegerischen Handelns werden die Arbeitsweisen ausgewählt, die das beste Gesamtergebnis erreichen.

Wirksamkeit des Handelns
Für das Vorgehen ist belegt, dass es wirksam ist und die handelnden Personen diese Wirksamkeit verstehen.

Objektive Bewertung
Das pflegerische Handeln wird auf seine Sinnhaftigkeit messbar überprüft und bedarfsweise adaptiert.