Das Team der Neonatologie und die Leiterin des Screening-Programms vom AKH Wien
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Screening für Neugeborene

Medizin
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Das St. Josef Krankenhaus Wien beteiligt sich an einem neuen Screening zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes, das in Österreich vom AKH Wien federführend geleitet wird.

Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Sie entsteht durch einen Mangel an Insulin, dem Hormon, das Zucker aus dem Blut in die Körperzellen transportiert. Da es bislang keine Heilung gibt, sind betroffene Kinder lebenslang auf Insulin angewiesen.

Das große Problem ist, dass die ersten Symptome eines Diabetes manchmal schlecht erkannt werden. In diesen Fällen kann das Kind schwer erkranken. Wird jedoch ein erhöhtes Risiko frühzeitig festgestellt, können Familien beraten, Kinder engmaschig nachuntersucht und die Erkrankung früh erkannt und behandelt werden.

Früherkennung im Rahmen der „Freder1k“-Studie
Im Rahmen der europaweiten „Freder1k“-Studie kann festgestellt werden, ob ein Kind ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes hat. Voraussetzung ist, dass das Kind beim Screening nicht älter als sechs Wochen ist.

„Wir wollen Familien die Möglichkeit bieten, an dieser tollen, europaweiten Studie mitzumachen“, erklärt Kinderarzt Roland Berger, Leiter der Kinderabteilung mit Neonatologie.

Kein zusätzlicher Aufwand für Eltern
Das Screening ist freiwillig und erfolgt ausschließlich mit Zustimmung der Eltern. Dabei wird die routinemäßig verwendete Neugeborenen-Filterkarte genutzt, bei der in den ersten Lebenstagen ein kleiner Blutstropfen aus der Ferse entnommen wird („Fersenstich“). Ein zusätzlicher Stich ist nicht notwendig.

Was passiert nach dem Screening?
Bei rund einem Prozent der untersuchten Kinder wird ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes festgestellt. Von diesen Kindern erkranken jedoch nur wenige. Die betroffenen Familien werden von der Studienleitung an der Medizinischen Universität Wien gezielt informiert und zu einem Gespräch eingeladen.

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