Eltern halten ihr Neugeborenes und schauen es liebevoll an.
Die Zeit im Wochenbett

Bindung aufbauen

Die Zeit im Wochenbett, die Sie nach einer stationären Geburt bei uns im St. Josef Krankenhaus Wien verbringen, dient dazu, dass Sie sich mit Ihrem Baby und der neuen Situation vertraut machen können. Die Pflegepersonen und Hebammen auf den Wochenbettstationen leiten Sie beim Stillen und bei der Versorgung Ihres Kindes (Wickeln, Ankleiden etc.) an.

Ein Porträtfoto von Brigitte Falli, EMBA, Bereichsleitung Pflege
Die Zeit nach der Geburt dient dem Aufbau einer Mutter-Kind-Beziehung, meist ist es auch die Zeit des Stillbeginns. Mutter und Baby brauchen viel Ruhe und Privatsphäre.

Brigitte Falli, EMBA

Bereichsleitung Pflege
Eine Mutter hält im Bett ihr Neugeborenes im Arm. Der Vater sitzt daneben und streichelt es. Sie lächeln es an.
Besuch im Wochenbett

Weniger ist mehr

Um den Müttern und ihren Babys die Möglichkeit zum Erholen und zum Bindungsaufbau zu bieten, ist die Anzahl der Besuche beschränkt. Erlaubt sind:

  • Bezugsperson der Mutter und Geschwisterkinder täglich 10 bis 20 Uhr

  • Maximal 2 weitere Besucher*innen täglich 14 bis 19 Uhr. Geschwisterkinder über 14 Jahren gelten als Besucher*innen.

Für Mutter und kind

Gut zu wissen

Wichtige Informationen für die Zeit im Wochenbett.

Ein Baby liegt schlafend im Arm seiner Mutter.

Beim Rooming-in sind Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen. Dadurch entsteht eine große Nähe, und das Baby kann bei Bedarf gestillt werden. Aus diesem Grund gibt es in unserem Krankenhaus auch keine separaten Kinderzimmer.

Als Mutter übernehmen Sie von Beginn an selbst die Verantwortung für Ihr Kind. Dabei haben Sie die Sicherheit, dass Sie bei Fragen und Unsicherheiten fachlich und menschlich unterstützt werden.

Eine Mutter stillt ihr Baby im Bett und küsst es.
Ein Baby in Windeln wird von einem Arzt mit einem Stethoskop untersucht.
Eine Frau befindet sich mit ihrem Baby, das in einem Babybay liegt, in der Entlassungslounge.
Eine Physiotherapeutin hilft einer Frau, die auf einer Matte liegt, bei einer Übung.
Wochenbettgymnastik

Rückbildungsprozesse unterstützen

Nach der Geburt sind die Muskeln von Bauch und Beckenboden häufig aus dem Gleichgewicht. Dadurch kann es vorübergehend zu einer Schwäche der Blasen- und Darmschließmuskulatur kommen. Gezielte Übungen im Wochenbett unterstützen die natürlichen Rückbildungsprozesse. Während Ihres stationären Aufenthalts werden Sie von unseren erfahrenen Physiotherapeutinnen angeleitet.

Um den Beckenboden dauerhaft zu stabilisieren, empfehlen wir Ihnen, sich frühzeitig einer Rückbildungsgruppe anzuschließen. Ein entsprechendes Angebot gibt es in unserem Kurszentrum.

Ein Neugeborenes liegt schreiend im Bett.
Umgang mit Neugeborenen

Bitte nicht schütteln!

Jedes Baby schreit, auch wenn es gesund ist. Das ist völlig normal. Wenn Beruhigungsversuche jedoch keinen Erfolg zeigen, gelangen Eltern schnell an ihre Belastungsgrenzen. Aus anfänglicher Hilflosigkeit kann dann Wut entstehen.

Egal, wie oft und wie lange Ihr Kind schreit: Schütteln Sie niemals Ihr Baby!

Denn damit riskieren Sie eine bleibende Behinderung oder sogar den Tod Ihres Babys. Nähere Informationen finden Sie in unserem Folder „Bitte nicht schütteln“.

Wenn Gefühle verrückt spielen

Falls nach der Geburt der Babyblues („Heultage“) zuschlägt, kann Sie das Team der Klinischen Psychologie & Psychotherapie unterstützen. Hilfreiche Informationen bietet auch unser Folder.

Folder „Babyblues“ herunterladen (PDF, 829 KB)

Fragen und Antworten

zur Zeit nach der Geburt.

Weitere Infomationen

finden Sie im Bereich Fragen & Antworten.

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